Bella Ciao bei Mütterprotest in Amed

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Der Hungerstreik gegen die Isolation Abdullah Öcalans dauert an. Mit Spannung wird eine Erklärung der Anwälte erwartet, die Öcalan vor drei Tagen besucht haben. Die Solidaritätsaktionen gehen unterdessen weiter.

Während der Hungerstreik andauert, wird mit Spannung auf eine Erklärung des Anwaltsteams von Abdullah Öcalan gewartet. Am 22. Mai konnte ein Gespräch auf der Gefängnisinsel Imrali stattfinden. Unterdessen gehen die Solidaritätsaktionen von Angehörigen politischer Gefangener in der Türkei und Nordkurdistan weiter.

Das Anwaltsbüro Asrin, das seit zwanzig Jahren die juristische Verteidigung von Abdullah Öcalan trägt, hatte gestern erklärt, dass nach dem Gespräch mit Öcalan den Hungerstreikenden „die Botschaft unseres Mandanten“ übermittelt worden sei: „Sobald die Diskussion abgeschlossen ist, werden wir eine zufriedenstellende Erklärung abgeben.”

Unter anderem in Amed sind die Mütter von hungerstreikenden Gefangenen heute erneut auf die Straße gegangen. Wie die HDP-Abgeordnete Remziye Tosun auf Twitter berichtete, wurde ein Sit-In durchgeführt, bei dem die Aktivistinnen das Partisanenlied „Bella Ciao“ gesungen haben. Anschließend fand eine kurze Demonstration statt.

Das Verteidigerteam des kurdischen Vordenkers Abdullah Öcalan war nach acht Jahren am 2. Mai erstmalig wieder auf Imrali. Den Hungerstreikenden reichte dieser einmalige Besuch nicht aus, weshalb beschlossen wurde, die Aktion fortzusetzen. Am 16. Mai hatte der türkische Justizminister Abdulhamit Gül zum Kontaktverbot der Anwälte erklärt, die Einschränkungen seien aufgehoben worden. Sechs Tage später waren die Anwälte zu einem weiteren Gespräch auf Imrali.

Die Hungerstreikenden fordern eine vollständige Aufhebung der Isolationsbedingungen auf Imrali.

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