Kurdischer „Empfang“ für Heiko Maas

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Über „Deutschlands Verantwortung in der Welt“ hat Bundesaußenminister Heiko Maas am Freitag auf Einladung der Universitätsgesellschaft in Osnabrück gesprochen. Empfangen wurde er von kurdischen Aktivisten.

Einen Empfang wie diesen hatte sich Heiko Maas am Freitag bei einer Veranstaltung der Universitätsgesellschaft in Osnabrück sicherlich nicht vorgestellt. Der Bundesaußenminister war eingeladen, zu einem Vortrag zum Thema „Deutschlands Verantwortung in Europa und der Welt“ zu sprechen und mit Studierenden zu diskutieren.

Eine Gruppe von Aktivistinnen und Aktivisten der kurdischen Studierendenverbände YXK und JXK empfing den Außenminister vor der Schlossaula mit einem Transparent zum Hungerstreik von über 7000 Menschen gegen die Isolation des PKK-Gründers Abdullah Öcalan und einem Solidaritäts-Transparent für Rojava. Maas zeigte sich sichtlich gestört von der direkten Konfrontation eines Aktivisten mit dem Flaggenverbot für die kurdischen Selbstverteidigungseinheiten YPG und YPJ, weshalb er eine Diskussion unbeendet verließ.

Während seines Vortrages ging Maas grob auf die derzeitige politische Lage in Deutschland ein, erwähnte dabei das Waffenstopp an Saudi-Arabien und betonte gleichzeitig die Wichtigkeit der anstehenden Europawahl. Anschließend beantwortete er sechs Fragen aus dem Publikum. In ihrer Fragestellung äußerte sich eine kurdische Aktivistin zu den Waffenexporten der Bundesrepublik an die Türkei, den Sieg über den sogenannten „Islamischen Staat” (IS), sowie zur Kriminalisierung der Kurd*innen in Deutschland. Maas wich der direkten Fragestellung aus und gab unter anderem wieder, dass er dem Bestehen einer Kriminalisierung nicht zustimme.

Weitere Fragen aus dem Publikum betrafen Waffenlieferungen an Saudi-Arabien, die deutsche Europa-Politik und die Bekämpfung von Fluchtursachen. An der Veranstaltung nahmen rund 200 Personen, größtenteils jüngere Menschen teil.

 

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