Internationalisten in Rojava gratulieren Hungerstreikenden

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über ANF-News

Nach der Beendigung des Hungerstreiks gegen die Isolation Abdullah Öcalans gratuliert die Internationalistische Kommune Rojava zum Sieg und ruft zum fortgesetzten Kampf gegen den türkischen Faschismus auf.

Die Internationalistische Kommune Rojava in der Demokratischen Föderation Nordostsyrien hat unter dem Titel „Mit dem Geist der Hungerstreikenden bis zum Ende des türkischen Faschismus“ eine Erklärung zur Beendigung des Hungerstreiks gegen die Isolation Abdullah Öcalans veröffentlicht:

„Nach 200 Tagen unvergleichlichen historischen Widerstandes sind heute die Hungerstreiks in Kurdistan, der Türkei und Europa für beendet erklärt worden. Wir senden unsere wärmsten revolutionären Grüße an alle GenossInnen die sich am Hungerstreik und den vielen Widerstandsaktionen beteiligt haben und gratulieren der freien Menschheit zu diesem Sieg.

Am 8. November 2018 hatte die kurdische Politikerin Leyla Güven mit ihrem Hungerstreik zur Aufhebung der Totalisolation gegen den Repräsentanten des kurdischen Volkes und philosophischen Vordenkers der Revolution Nordostsyriens Abdullah Öcalan, begonnen. Mehr als 7000 politische Gefangene in den Kerkern des AKP-MHP Regimes und dutzende von AktivistInnen in allen Teilen Kurdistans und Europas schlossen sich diesem historischen Widerstand an und traten in einen unbefristeten Hungerstreik. 30 Gefangene begaben sich zuletzt in ein Todesfasten und befanden sich in einer kritischen Lage. Insgesamt acht GenossInnen opferten in den Gefängnissen und in der Bundesrepublik Deutschland, in Aktionen des Protestes ihr Leben.

Heute können wir mit großer Freude feststellen, dass dieser mutige und aufopferungsvolle Widerstand mit Erfolg gekrönt wurde. Am 22. Mai wurde den Anwälten von Abullah Öcalan ein weiteres Mal gewährt ihren Mandanten auf der Gefängnisinsel Imrali zu besuchen und dieser richtete eine Nachricht an die kämpfenden AktivistInnen und die gesamte Weltöffentlichkeit. Acht Jahre lang wurde unser Freund, Genosse und Vordenker Abdullah Öcalan unter Totalisolation gehalten und von jeglichem Kontakt zu seinen Anwälten und seit April 2015 von der Außenwelt abgeschnitten. Öcalan ist heute nicht nur der politische Repräsentant des kurdischen Volkes und nicht nur der Ideengeber des revolutionären Projekts in Nordostsyrien, sondern auch der bedeutendste Theoretiker des Sozialismus im 21. Jahrhundert. Sein Paradigma einer basisdemokratischen, ökologischen und auf der Befreiung der Frau aufbauenden Gesellschaft ist für RevolutionärInnen weltweit zur Quelle der Inspiration und neuen Mutes geworden.

Die Isolationshaft ist somit nicht nur ein Angriff auf das kurdische Volk, sondern zugleich ein Angriff auf eine demokratische Zukunft des Mittleren Ostens und auf alle Menschen die um ein freies Morgen streiten. Mit der Revolution von Rojava wird seit sieben Jahren der praktische Beweis erbracht, dass seine Theorien einen Weg aus dem Chaos der Region weisen können. Sie sind ein Lösungsweg jenseits von Nationalstaat, religiösem Fundamentalismus und imperialistischer Intervention, die den Völkern des Mittleren Ostens ihr Schicksal wieder in die eigenen Hände gibt.

Es erfüllt uns deshalb natürlich mit größter Freude, eine Nachricht von Abdullah Öcalan zu erhalten und Zeugen zu werden, wie das AKP-MHP-Regime vor diesem historischen Widerstand auf die Knie fällt. Dennoch müssen wir betonen, dass das Ziel, die Freiheit Abdullah Öcalans, mit einigen Anwaltsbesuchen noch lange nicht erreicht ist. Der türkische Faschismus und die Kräfte hinter diesem, sehen sich heute gezwungen einen Schritt zurückzuweichen, doch für uns kann dieser Erfolg nur bedeuteten, den Kampf für die Freiheit Abdullah Öcalans, zur Zerschlagung des türkischen Faschismus und der Verteidigung der Revolution Nordostsyriens, weiter auszuweiten und zu intensivieren. An der Annäherung des türkischen Staates und des Imperialismus gegenüber der Revolution hat sich nichts geändert. Unser gemeinsamer internationaler Widerstand hat sie in die Enge getrieben doch der Kampf hat erst begonnen. Der Aufruf Abdullah Öcalans zur Schaffung eines freien und neuen Syriens und einer demokratischen Türkei, wie dieser durch die Anwälte heute den Völkern der Region und der Weltöffentlichkeit mitgeteilt wurde, stellt alle revolutionären und demokratischen Bewegung vor große Aufgaben. So wie wir gemeinsam diesen Erfolg erkämpft haben, so ist es an uns auch die nächsten Schritte in die Tat umzusetzen.“

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